Bärlauch: Anbau

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Kleine Bärlauch-Pflanzen

Bärlauch im eigenen Garten ist eine wunderbare Sache, denn im zeitigen Frühjahr sieht er sehr schön aus und bringt reichlich Grün in den noch kargen Garten. Ausserdem sind die filigranen Blüten eine wahre Zierde.

Nicht zuletzt erfreut der Bärlauch den Gaumen und stärkt die Gesundheit.

Bärlauch-Pflanzen sind zudem pflegeleicht und können einen über viele Jahre hinweg erfreuen, wenn sie sich erst einmal eingelebt haben.

Der Anbau von Bärlauch im eigenen Garten kann auf drei verschiedenen Arten stattfinden.

Man kann die Bärlauch-Pflanzen:

  • Ansäen
  • Als Zwiebel stecken
  • Als Pflanze pflanzen

Günstiger Standort

Zuerst stellt sich die Frage des Standortes.

Bärlauch braucht einen Platz im Halbschatten, am besten unter Laubbäumen.

Er mag humusreichen, feuchten Boden, der möglichst kalkhaltig sein sollte. Günstig sind viele vermoderte Blätter, die von den Laubbäumen gefallen sind. Zur Not kann man die Blätter auch woanders herholen, wenn man im eigenen Garten keine hat.

Reinen Sandboden mag der Bärlauch nicht.

Günstig ist es, wenn man viel Platz für den Bärlauch hat, denn wenn er sich wohlfühlt, beginnt er nach ein paar Jahren kräftig zu wuchern.

Damit er sich nicht über den ganzen Garten verbreitet, ist eine Rhizomsperre im Boden sinnvoll, ausser man will, dass sich der Bärlauch überall ausbreitet.

Ansäen

Kleine Bärlauch-Pflanzen

Bärlauch-Samen sind Kaltkeimer und sie brauchen zwischen 14 Monaten und über 2 Jahren bis sie keimen.

Das macht die Ansaat von Bärlauch zur extremen Geduldsprobe.

Man kann zwar vorbehandelte Samen im Handel kaufen, die schneller keimen sollen, aber dennoch sollte man sich auf eine lange Keimzeit einstellen.

Ausser der langen Keimdauer verlieren Bärlauch-Samen auch noch schnell ihre Keimfähigkeit, das heisst, die verwendeten Samen sollten möglichst frisch sein.

Ich persönlich kenne niemanden, der Bärlauch erfolgreich aus gekauften Samen herangezogen hat. Aber bestimmt gibt es Menschen, die den Bärlauch erfolgreich ansäen.

Wegen der langen Keimzeit ist es sinnvoll, die Samen direkt an Ort und Stelle auszusäen, denn dort können sie im Boden bleiben solange sie brauchen und finden gleich die richtigen Bedingungen vor.

Am besten sät man im Sommer oder Herbst.

Eine Ansaat in kleinen Töpfchen halte ich bei Bärlauch nicht für so sinnvoll, denn man schafft es kaum, diese Töpfchen zwei Jahre lang feucht genug zu halten. Ausserdem bildet sich meistens nach einer Weile viel Moos auf solchen Anzuchttöpchen, was für die Keimung des Bärlauchs vielleicht nicht unbedingt förderlich ist.

Die Selbstaussaat von vorhandenen Bärlauchpflanzen zur Vermehrung an Ort und Stelle ist eine andere Sache als die Neuanzucht durch Samen.

Die vorhandenen Bärlauchpflanzen bilden reichlich Samen, die von Ameisen verbreitet werden.

Nach mehreren Jahren entstehen dann ganz von selbst viele neue Bärlauchpflänzchen.

Zwiebeln stecken

Bärlauch Zwiebel

Die schmalen Zwiebeln des Bärlauchs kann man in guten Garten-Centern oder in Online-Shops kaufen.

Man steckt sie, wie bei anderen Zwiebelpflanzen auch, einfach in die Erde.

Die Spitze sollte nach oben zeigen und ein bis zwei Zentimeter von Erde bedeckt werden.

Am besten steckt man zwei bis fünf Zwiebeln zusammen in Gruppen. Die einzelnen Gruppen sollten etwa dreissig Zentimeter Abstand haben.

Man kann die Zwiebeln nahezu ganzjährig stecken, natürlich ausser in gefrorenen Boden.

Wenn man sie früh genug steckt, treiben sie im folgenden Frühjahr aus.

Fertige Pflanzen pflanzen

Bärlauch

Den schnellsten Erfolg hat man, wenn man fertige Pflanzen in den Garten pflanzt.

Die Pflanzen werden im zeitigen Frühjahr gepflanzt, am besten im März.

Man setzt die Pflanzen im Abstand von etwa dreissig Zentimeter zueinander.

Sie sollten so tief gepflanzt werden, dass die Zwiebeln etwa ein bis zwei Zentimeter unter der Erdoberfläche stecken.

Nach dem Auspflanzen werden die Pflanzen kräftig gegossen.

Bis sie angewachsen sind, also etwa eine Woche lang, sollte man darauf achten, dass der Boden nicht austrocknet.

Danach werden sie robuster, aber generell mögen Bärlauchpflanzen es eher feucht als trocken.

Wuchern verhindern

Bärlauch Blüten

Bei jungen Bärlauch-Pflanzen im Garten kann es mehrere Jahre dauern, bis sie anfangen sich zu vermehren.

Wenn sie dann aber einmal losgelegt haben, neigen sie dazu, sich stark zu verbreiten.

Da sich Bärlauch einerseits durch Teilung der Zwiebeln mit Ausläufern vermehrt und andererseits durch Samen, die von Ameisen verschleppt werden, muss man der Überwucherung des Gartens auf zwei Wegen entgegentreten.

Gegen die Verbreitung durch Zwiebelausläufer hilft eine Rhizomsperre, die man im Boden verlegt.

Damit sich der Bärlauch nicht weiter aussät, muss man die kugeligen Früchte des Bärlauchs abschneiden, bevor die Samen herangereift sind.

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